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Literatur
Hier
finden Sie eine Auswahl literarischer Texte und Artikel zu verschiedenen
Themen des Lebens.
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Sternstunde
Als
du entstanden bist,
das war eine Sternstunde Gottes.
Gott sprach: Es werde!
Dann wurdest du.
Du bist kein Zufall und kein Unfall,
sondern ein Einfall Gottes.
Und Gott sagt zu dir:
Du bist wertvoller als ein Stern,
der irgendwann im Weltall verglüht!
Du bist gerufen, für mich zu leuchten
und anderen den Weg zu zeigen.
Ich bin es, der vor dir hergeht,
der helle Morgenstern.
Sei getrost, mein Kind,
ich weise dir den Weg,
auch im dunklen Tal!
Du bist kostbar in meinen Augen,
und ich habe dich lieb!
©
Ruth Heil
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Segenswunsch
Möge
Gott
Dir die Kraft geben,
in Traurigkeit getrost zu sein,
auch in kleinen Freuden
ein Lachen hervorzubringen -
Deine Bitterkeit am Kreuz
zu begraben -
zu vergeben, selbst wenn Du
im Recht bist -
die schwierigen Menschen
zu segnen -
immer etwas zu finden,
wofür Du danken kannst -
und
allezeit
Deinem Gott
zu vertrauen!
©
Ruth Heil
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Geheimrezept
für ein gutes Miteinander
Schon
morgens in einem Topf aufzusetzen
auf heiße Herdplatte
- EINE GROSSE PORTION FREUNDLICHKEIT
Im Laufe des Tages stündlich dazuzurühren ist:
- EIN LIEBEVOLLER BLICK ODER GEDANKE
Das Ganze beim Mittagessen servieren
- MIT HERZLICHER UMARMUNG
Zum Nachmittagskaffee reiche man
- LOBESTÖRTCHEN MIT DANKESPERLEN
Das Abendessen bereite man mit
einem guten Gespräch vor, gewürzt mit
- GROSSER PORTION BEREITSCHAFT ZUM ZUHÖREN.
Beim Zu-Bett-Gehen wiege man die sich
eingeschlichenen Bitterstoffe des Tages
- MIT HUMOR UND VERGEBUNG - auf und gönne dem anderen
- auch unverdient ! - einen köstlichen Abendtrunk aus
HINGABE, zubereitet als FEUERZANGENBOWLE.
P.S.
Da dieses Rezept häufigen Schwankungen unterliegt,
falte man schon morgen die Hände und bitte Gott um
Gelingen.
©
Ruth Heil
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Sicher
bei Dir, Herr
Geborgen
in deinen Händen,
komme ich zur Ruhe,
lasse mich fallen,
kann loslassen.
Ich verliere meine Verzweiflung,
die Angst muss weichen.
Bei dir
bin ich sicher,
deine Hände
bewahren mich.
Niemand und nichts darf mir
schaden, denn
du bist bei mir.
©
Ruth Heil
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Herr,
gib mir die Kraft der Sonnenblume!
Wie
ein kleiner Kern fühle ich mich,
aufgegeben, scheinbar vergessen,
in kalte, dunkle Erde gelegt,
umgeben von Einsamkeit.
Doch der kleine Kern hat von Gott
die Bestimmung des Wachstums.
In der Dunkelheit kann er nichts mehr sehen.
Doch er hofft,
weil Gott ihm Leben verheißen hat.
Irgendwann gelingt der Durchbruch.
Die Schale zerspringt,
die Sonne berührt das zarte Grün.
Noch lange muss er weiterwachsen,
Sturm und Regen und Hitze ertragen,
bevor er hundertfähig Frucht trägt.
Aber er will es, will es mit ganzer Kraft,
©
Ruth Heil

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Für
Dich!
Was
Dir geschieht ist nicht von ungefähr.
ER selbst, dein Herr, ist Dir vorausgegangen,
hat abgewogen, überlegte hin und her,
ob diese Last für Deinen Rücken nicht zu schwer.
Hat zugelassen, selbst am Kreuz zu hangen,
erlitt dir Qual von Schmerzen,
tiefster Seele Bangen.
Was Dir geschieht, ER hat es vor Dir durchgemacht,
bevor am Kreuz ER rief: Es ist vollbracht.
All Deine Tränen sammelt er in einen Krug -
wie feine Perlen schätzt Er sie. Er weint mit Dir.
So halte durch und fasse Mut.
Es kommt der Tag,
wo ER mit Siegesstimme befehlen wird:
es ist genug!
©
Ruth Heil

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Und
gebe dir Frieden!
Das
kann nur ER:
Dir Frieden geben in den Stürmen,
Frieden in bedrängten Situationen,
Frieden für deine ungewisse Zukunft.
Er gebe dir die Sicherheit seiner ständigen Gegenwart.
Wo ER ist, wird auch SEIN Friede sein.
Mögest
du dich entfalten unter Gottes Segen zu seinem Lob.
© Ruth Heil

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Selig
sind die Barmherzigen!
Wie
man mit Unrecht umgehen kann
"Er
versteht mich nicht!", sagt sie voller Vorwurf in der
Stimme. "Kein gutes Wort kommt von seinen Lippen. Vielmehr
meckert er, kaum dass er nach Hause gekommen ist, an mir
herum. Kommt aber jemand zu Besuch, wird er höflich,
freundlich, ist hilfsbereit. Die Leute mögen ihn alle.
Niemand weiß, wie er wirklich ist."
Der
Mann sitzt schweigend daneben. "Ich habe schon viel
verkehrt gemacht", gibt er zu. "Meine Kindheit
war furchtbar. Ich weiß eigentlich nicht, wie Ehe
geht. Auch wenn ich es manchmal schaffe, mich zusammenzunehmen,
holt mich das Alte wieder ein. Meine Frau hat recht in dem,
was sie sagt. Aber es schmerzt mich, wie sie bei den anderen
über mich redet. "Langsam dringen wir zusammen
weiter in ihre Geschichte, die vor der Ehe und die nach
der Eheschließung, ein.
Ich
spüre, wie Ablehnung auf der einen Seite und Unvermögen
auf der anderen Seite zwei Menschen in tiefe Not gestürzt
haben.
Da
ist eine verletzte Frau, die über Jahre hinweg Unrecht
erlitten hat und viel Verzweiflung in sich trägt. Auf
der anderen Seite steht ein ungenügender Mann, der
gerne liebevoller wäre und es einfach nicht schafft.
Schaue
ich die Frau an, verstehe ich ihre Bitterkeit und möchte
sagen: Sie hat recht, dass sie sich abgrenzt und begonnen
hat, ihr eigenes Leben zu führen. Sie möchte nicht
länger verletzt werden.
Blicke
ich in das Gesicht des Mannes, sehe ich seine Sehnsucht,
angenommen zu werden. Ich spüre sein Bemühen,
sich zu ändern, und sehe seine Unfähigkeit. Hat
er nicht ein Recht darauf, nach einer Kindheit voller Ablehnung
verstanden zu werden? Beide haben recht.
Das
Recht des einen wird zum Problem für den anderen. Hier
will ich den obigen Satz zitieren: "Selig sind die
Barmherzigen! "Barmherzigkeit heißt in diesem
Fall nicht, dass die Frau die Attacken oder auch den Rückzug
ihres Mannes immer geduldig hinnehmen oder gar rechtfertigen
soll. Unrecht darf nicht Recht genannt werden, nur damit
ein Ungerechter gerechtfertigt wird. Aber eines könnte
geschehen: Dass diese Frau aufhört, ihr Leben in Verbitterung
weiterzuführen, indem sie das innere Recht hochhält,
dass ihr Mann versagt hat, und sie dafür gelitten hat
und leidet.
Barmherzig
werden heißt für die Frau ihre Vorwurfsrolle
aufgeben und statt dessen: aktiv werden! Sich nicht einfach
beleidigt zurückziehen, sondern handeln. Und das bedeutet
mehr als sich aufregen, verzweifelt sein oder weinen. Handeln
heißt: etwas tun, evtl. das, was man schon lange gesagt
hat, ohne es auszuführen...
Unrecht
leiden soll nicht dazu führen, sich mit Unrecht abzufinden,
sondern an diesem Schlimmen nicht zugrunde zu gehen. Wir
werden zur Barmherzigkeit aufgefordert, damit wir nicht
in Verbitterung uns selbst zum Feind werden. Denn der Verbitterte
vergiftet seine eigene Seele mit dem Gift, das ihm der andere
eingeflößt hat.
Schaue
ich den Mann an, begreife ich seine Verzweiflung. Er fühlt
seine Frau als Auslöser, da sie ihn, wie schon in seiner
Ursprungsfamilie erlebt, ablehnt. Würde sie ihn annehmen,
könnte er sich vielleicht verändern! Ihre Ablehnung
trifft ihn immer neu. Die Frau wird an ihm schuldig. Deshalb
muss auch der Mann mit ihr Barmherzigkeit üben, weil
Christus mit ihm barmherzig ist. Sein Ziel kann sein, so
viel Einfühlung zu zeigen, wie ihm möglich ist.
Wenn er versagt hat, muss er sich bewusst sein, dass Gott
ihn deshalb noch lange nicht ablehnt. Gottes Barmherzigkeit
ist jeden Morgen neu... und fängt auch mit ihm täglich
neu an, auch wenn seine Frau es nicht fertig bringt - und
wenn er es nicht schafft, anders zu sein.
In
einem Brief drückt es eine Frau so aus: "Mit der
Hilfe meines Herrn habe ich die Kraft, immer wieder an der
Beziehung zu meinem Mann zu arbeiten. Ich versuche, Stolz
in mir zurückzuweisen, Beleidigungen nicht an mich
heranzulassen. Aber vor allem will ich lernen, meinen Mund
im richtigen Moment aufzutun und nicht um des lieben Friedens
willen zu schweigen. Ohne Bitterkeit auf Dinge aufmerksam
zu machen, die nicht geschluckt werden können, ist
auch Liebe, weil man Hinweise gibt, wie es besser funktionieren
könnte. Manchmal wollte ich schon aufgeben, wenn mein
Mann wieder einmal in seine "Höhle gekrochen"
ist und weder Antwort noch irgendein Zeichen gab, dass er
weitermachen wollte..."
Es
gibt einen starken Widersacher, was Ehe angeht. Gegen ihn
gilt es in erster Linie anzugehen. Jesus Christus ist gekommen,
damit er die Streitereien in der Ehe, die Werke des Teufels,
zerstöre. Wir dürfen mit einem wunderbaren Helfer
rechnen, wenn es um Einheit in der Ehe geht:
Zum
Nachdenken:
Barmherzigkeit
heißt nicht: das Unrecht zum Recht erklären.
Barmherzig sein meint: Die Not des anderen in seinem Unrecht
heraushören - und es zudecken oder liebevoll aufdecken,
aber auf keinen Fall bloßstellen.
Gebet:
Vater
im Himmel, von mir selbst bin ich nicht fähig, barmherzig
zu sein. Ich ziehe mich lieber zurück und bin beleidigt,
wenn ich mich verletzt fühle. Oder ich raste aus. Öffne
mir die Augen für die Not des anderen. Gib mir, wenn
Unrecht geschieht, die richtigen Worte, um aufzudecken.
Lass mich nicht aus Feigheit schweigen. Aber zeig mir auch
ganz klar, wo du mir eine Chance gibst, eine Lektion in
Barmherzigkeit einzuüben.
Merke:
Barmherzigkeit
ist die Fähigkeit, sich einem Menschen zuzuwenden,
dessen verletzte Seele so unwirsch Hilfe einklagt, dass
man ihn eigentlich liegen lassen will.
Ruth
Heil

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Was
weißt du Gutes über deinen Ehepartner (deinen
Nächsten) zu sagen?
Zwei verzweifelte Menschen sitzen
vor mir: Ein Ehepaar. „Was finden Sie Gutes an Ihrem
Mann?“, frage ich die Frau. Noch bevor sie anfängt,
allen Frust abzuladen, kommen dem Mann die Tränen.
„Sie scheinen einen sensiblen Mann zu haben“,
bringe ich ein. Die Frau ist sauer: „Sensibel? Ja,
für andere. Dem Geschäft rennt er nach –
oder aber es will sonst jemand etwas von ihm. Aber zu Hause
leben wir wie auf einer Baustelle. Dort regelt er nichts,
absolut nichts.“ Tief verbittert klagt sie ihr Leid.
Als der Mann sich verteidigen will, hat er kaum eine Chance.
Doch auch er ist verbittert. Jeder versucht, sein Bestes
zu geben – und bekommt scheinbar vom anderen nichts
zurück.
Ein ganz normales Ehepaar? Leider
ist es so! Oftmals klagt man einander an und begrenzt damit
die Fähigkeit, etwas zu verändern. Denn Frust
blockiert Kraft und Freude, etwas anzupacken oder zum Positiven
zu wenden.
Wann haben Sie zum letzten Mal etwas
Gutes über ihren Partner gesagt? „Das kommt darauf
an, wie lange man miteinander verheiratet ist“, antwortete
mir ein Mann. „Nach der Hochzeit hätte ich Ihnen
viele Qualitäten aufzählen können. Wahrscheinlich
hat sie diese immer noch, aber sie wendet sie hauptsächlich
bei anderen Menschen an.“
„Können Sie konkreter
werden?“, bat ich ihn. „Das ist eigentlich sehr
einfach“, lachte er. „Sie verteilt gerne Lob.
Sie bewundert Männer, die Kinderwagen schieben und
auf Spielplätzen sitzen, zeigt mir den Nachbarn, wie
er seiner Frau den Arm beim Spazierengehen hinhält,
erzählt mir vom Mann der Freundin, wieviel Taschengeld
er ihr gibt bei ähnlichem Gehalt, das ich bekomme...
Früher einmal bemühte sich
meine Frau, mir pünktlich das Essen zuzubereiten, wenn
ich mittags kurz nach Hause kam. Heute verweist sie mich
auf die Tiefkühltruhe. Als wir frisch verheiratet waren
und ich abends müde nach Hause kam, durfte ich ein
wenig ausruhen, bevor sie mich an den verstopften Siphon,
die unaufgeräumte Garage oder den ungemähten Rasen
erinnerte. Tja, früher... es war einmal...“,
seufzte er, „da war vieles anders. Damals freute sie
sich, wenn ich abends nach Hause kam.“
...Damals! Wie hat sich so viel geändert,
bei uns allen! Was hätte mir wohl die Frau des Mannes
erzählt, wäre ich ihr begegnet? „Was mich
an meinem Mann faszinierte? Ganz einfach! Seine Freundlichkeit,
seine Hilfsbereitschaft, seine Gabe, Komplimente zu machen,
die Weise, wie er mir zuhört, seine mitfühlende
Art.“ Und hätte ich sie fragen können, ob
ihr Mann heute noch so sei, hätte ich erfahren: „Oja,
freundlich ist er immer noch! Er grüßt die Nachbarn,
er ist allgemein beliebt, er verteilt gerne Komplimente,
immer noch ist er ein guter Zuhörer – und mitfühlend?
Absolut Ja! Er könnte niemandem etwas zu Leide tun.
Hilfsbereitschaft ist immer noch seine Stärke. Er ist
kaum zu Hause, weil er jedem helfen will.“
„Und wie ist es bei Ihnen?“,
würde ich dann weiterfragen. „Bei mir hat alles
stark nachgelassen. Am Anfang, das war so etwas wie ein
Traum. Aber heute hört er mir überhaupt nicht
mehr zu. Komplimente hat es schon lange nicht mehr gegeben.
Ob er mich liebt? Ich frage schon lange nicht mehr nach.
Die Antwort kenne ich schon.“
„Lob,
Essen und Ruhe“, betitelte Walter Trobisch einmal
die einfachen Wünsche des Mannes. Anfänglich erscheinen
diese Worte zu primitiv, um sich damit zu beschäftigen.
Und doch ernährt sich unsere Seele von dem, was sie
vom Partner erhält. Wir denken zu wenig über das
Gute nach, das wir vom anderen haben. Was uns nicht passt,
geht uns leichter über die Lippen als das Danke für
Erledigtes. Leider nehmen wir selten wahr, was an Gutem
geschieht, weil alles, was funktioniert, eher unauffällig
geschieht.
Die Frau, die sich jahrelang um pünktliche
Mahlzeiten bemüht und selten dafür einen Dank
bekommen hat, ist nicht mehr so sonderlich motiviert zu
kochen. Die Rüge, wenn sie sich um ein paar Minuten
verspätet, wird sie daran hindern, sich weitere Mühe
zu geben. Der Mann aber wird sich möglicherweise zurückziehen
und nicht mit ihr sprechen wollen, weil sie ihm nicht gibt,
was er einklagt. Für die meisten Frauen ist das Gespräch
wichtig, um den Platz am Herzen des Mannes zu wissen. Sprechen
ist für die Frau wichtiger als essen. Durch Gespräch
entwickelt sie Nähe zu einem Menschen, fühlt sich
angenommen.
„Und
wie ist es mit Komplimenten?“ „Ja, früher
wusste er zu allem etwas“, würden Sie sich vielleicht
als Frau begeistern. „Er fand meine Haare seidenweich,
meine Figur bezaubernd, mich selbst faszinierend. Und er
sagte das auch. Heute macht er nur anderen Komplimente.
Bei mir reicht es höchstens zu lustigen Bemerkungen.
Dabei kann ich nicht allen Charme verloren haben, denn von
anderen höre ich manches, was mir gut tut.“
Was würden Sie sich von Ihrem
Mann wünschen, könnten Sie ihn verändern?“,
frage ich immer wieder verheiratete Frauen.
Auf Platz 1 steht meistens
die Sehnsucht, angenommen und geliebt zu werden:
Eine junge Frau drückte es so
aus: „Ich möchte nicht nur akzeptiert von ihm
sein, sondern wirklich Bedeutung für ihn haben, so
als könnte er ohne mich nicht leben – einfach
der wichtigste Mensch auf der Welt für ihn sein.“
„Ich
muss fühlen, dass ich einen Platz an seinem Herzen
und in seinen Gedanken habe.“
Platz 2 ist das Gespräch:
Eine ältere Frau meinte: „Es würde mir genügen,
wenn er sich mir immer wieder zuwenden würde und mich
wahrnähme.“
„Solange wir noch miteinander
reden können, ist unsere Ehe lebendig“, sagte
eine andere Frau.
„Wenn er mir einfach zuhören
würde, wäre alles wieder gut“, schluchzte
eine Frau unter Tränen.
Platz 3 Bewunderung:
Dass wir keine Märchenprinzessin sind, wissen wir alle.
Und trotzdem wollen wir so ein kleines bisschen für
unseren Mann diese Rolle spielen. Wir möchten von ihm
bewundert werden. Genau dazu schmücken wir uns, kaufen
uns etwas, was uns gefällt – und auch ihm gefallen
soll.
Zu Anfang des Zusammenlebens behalten
wir oft unsere Liebenswürdigkeit. Aber wenn sich der
Partner aus Enttäuschung zurückzieht, kommt auch
bei uns der Rückzug. Wenn er nicht lobt, warum sollte
ich es tun? Wenn er nur motzt, warum sollte ich mich bemühen?
Wenn ich ihm nicht wichtig bin, warum sollte er mir dann
wichtig sein?
„Ist
etwas Gutes, dem denket nach“, fordert uns des Apostel
Paulus in Philipper 4,8b auf. Wahrscheinlich waren die Menschen
damals ebenso vergesslich, das Gute zu erwähnen, wie
wir heute. Wir sollten mehr darum bitten, dass der Heilige
Geist uns daran erinnert, dem anderen das Gute nicht vorzuenthalten.
O dass wir doch mit Gottes Hilfe die Bedürfnisse des
anderen sehen könnten, statt dauernd auf die Defizite
zu starren, unter denen wir selbst leiden!
Zum Nachdenken:
Wer sich leer geschenkt hat, hat nichts mehr zu geben. Und
der Verwundete braucht selbst Hilfe. Aber wir haben einen
Gott, der auffüllt, und einen Arzt, der heilen kann.
Gebet:
Herr, ich leide. Du weißt, wie oft ich verletzt bin,
wie einsam ich mich fühle. Aber ich traue dir zu, dass
du meine Verletzungen heilst. Ich zeige dir mein Herz mit
allen Defiziten und all meinem Mangel. Fülle du mich
neu mit deiner Liebe, denn aus mir selbst habe ich keine
Kraft zur Veränderung. Mache du mich fähig, mit
deinen Augen meinen Ehepartner zu sehen und seinen Mangel
zu erkennen. Gib mir, was ich brauche zum Weitergeben, denn
ich habe nichts in meinen Händen.
Merke:
Wir brauchen Gottes Erleuchtung, um unsere Ehe recht führen
zu können. Und darum dürfen wir bitten.
Ruth Heil

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